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LCD oder Plasma

Diese Frage stellt sich dem Verbraucher eigentlich erst ab 42 Zoll, unter 42 Zoll gibt es fast ausschließlich LCD-Technik in Full-HD (1920 x 1020 Bildpunkte).
Das hat im wesentlichen einen Grund, Plasmabildschirme sogenannte Plasma Display Panels (PDP) lassen nicht unter 40/42 Zoll mit einer Full-HD Auflösung fertigen. Schließlich besitzt jeder Bildpunkt bei einem Plasmafernseher drei Glaskammern nebst Zündelektronik.
Bei der Entscheidung zwischen einem LCD oder Plasmafernseher, sollte der Verbraucher sich von mehreren Faktoren leiten lassen:

1. Aufstellort
Scheint die Sonne auf den Aufstellort?
Läßt sich der Raum abdunkeln? 

2. Die Bildqualität
Welche Auflösung/Signale kann der Fernseher wiedergeben?
Wie gefällt mir das Bild des gewünschten Fernsehers persönlich?

3. Der Stromverbrauch
Wie hoch ist der Stromverbrauch des Gerätes im Jahr?
Wie sind meine Fernsehgewohnheiten?

Entscheidungshilfe LCD oder Plasmafernseher

Bei der Lebensdauer gibt es keine signifikanten Unterschiede mehr zwischen beiden Systemen, so dass man diesen Faktor getrost beiseite stellen kann. 

Der Aufstellort ist widerum eines der wichtigsten Faktoren beim Kauf. Plasmafernseher haben bei starker Lichteinstrahlung ein schwächeres Bild als ihre LCD Kollegen. Dafür wirkt das Schwarz auf einem Plasmafernseher in der Regel tiefer und auch das Rot leuchtet kräftiger.

Plasmafernseher verbrauchen im Schnitt die doppelte Menge an Energie, bei gleicher Bildschirmgröße, wie ein LCD-Fernseher. Wobei die angekündigte kommende Generation der Plasmabildschirme (ab 2010) von Panasonic 50 Prozent weniger Energie verbrauchen wird als die alten Panels. Bei gleichzeitig gesteigerter Lichtausbeute.

LCD-Fernseher haben trotzdem in der Regel die niedrigeren Betriebskosten. Dafür ist häufig auch das Schwarz maximal ein dunkles “Dunkelgrau”. Und das auch bei teureren Modellen. Dieser Nachteil ist Funktionsbedingt beim LCD-Fernseher. Die Hintergrundbeleuchtung, notwendig zur Bilderzeugung, schimmert meistens durch.

Das Leuchten, besser gesagt die Leuchtkraft vom LCD-Fernseher kommt ihm wiederum in hellen Räumen zu gute. Hier kommt das Bild des Fernsehers dadurch besser zur Geltung, da sie eben mehr Leuchtkraft besitzen.

Stromverbrauch sollte aber immer auch im Bezug auf die persönlichen Fernsehgewohnheiten gesehen werden. Wer sich beispielsweise gelegentlich im Heimkino genüsslich sich einen Blockbuster zu Gemüte führen möchte, bei dem ist der Stromverbrauch unerheblich. Haushalte wo der Fernseher beinahe permanent im Betrieb ist, sollten da schon eher auf den Stromverbrauch schauen.

Beide Fernsehertypen gibt es in unterschiedlichen Bildauflösungen. Ihr Fernseher sollte auf jeden Fall eine Full-HD Auflösung (1920 x 1080 Bildpunkte) besitzen.

Wichtig: Im Gegensatz zu HD-ready besitzt Full-HD oder auch das TrueHD Siegel keinerlei bindende Spezifikationen an das Gerät, die auch vor Vergabe des Siegels geprüft werden. Das bedeutet sich vor dem Kauf genau erkundigen oder informieren, ob das Gerät auch die gewünschte Auflösung besitzt.
Auch welche Signale der Fernseher wie gut verarbeiten kann, ist von großer Bedeutung. Was bringt einem die beste HD-Auflösung, wenn das normale Fernsehbild Fehler aufweist? Also immer auch die Bildqualität über den Anschluss überprüfen, über den sie später auch normales Fernsehen (DVB-C/-T/-S) empfangen werden.

Fazit:
Wer einen großen Flachbildfernseher für das Heimkino zu Hause sucht, der ist derzeit bei einem Plasmafernseher bestens aufgehoben. Ab 50-Zoll gibt es hier sehr gute Fernseher.
Wer einen ständig betriebenen Wohnzimmerfernseher sucht, der ist vielleicht mit einem LCD-Fernseher besser versorgt. Für beide Fernseherarten gilt: Nur das eigene subjektive Bildgefühl sollte entscheiden.

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